22. Mai 2026 – Eine intensive Sitzungswoche liegt wieder hinter mir, und jetzt freue ich mich sehr auf ein erholsames Pfingstwochenende, das ich in der Ortenau verbringe.
Diese Woche lagen wie immer viele Themen auf dem Tisch. Unter anderem ging es um die Menschen hinter der KĂźnstlichen Intelligenz (KI). Besonders bewegt hat mich das Gespräch mit einer ehemaligen Datenarbeiterin aus Kenia auf der re:publica-Messe. Ihre Erzählungen macht deutlich: Hinter der Programmierung von KI stehen Menschen, deren Arbeit extrem belastend sein kann, die aber oft unsichtbar bleibt. Ihre Erzählungen zu den Dingen, die sie lebensnah schildern musste und die Bilder, die sie kommentieren musste waren so schockierend, dass hier die wenigen Zeilen nicht ausreichen, die Grausamkeiten zu schildern. Und das musste sie ganz ohne Begleitung oder Schutz machen. Viele Datenarbeiter sind deshalb auch traumatisierte. Umso wichtiger ist es, dass wir bei der KI-Entwicklung faire Arbeitsbedingungen weltweit mitdenken â hier bei uns und in den Ländern Ăźberall auf der Erde.Â
Zum Glßck habe ich im Parteivorstand sowohl beim Grundsatzprogrammprozess als auch in der Sozialstaatsdebatte sowie als Staatssekretärin die MÜglichkeit direkt die Debatten zu fßhren zur Gestaltung von Kßnstlicher Intelligenz mit sozialdemokratischem Ansatz.
BevÜlkerungsschutz stärken
Ein wichtiges Thema in dieser Woche war auch der Katastrophen- und BevĂślkerungsschutz. Nach der erfolgreichen Bombenentschärfung in Pforzheim am vergangenen Sonntag gilt mein groĂer Dank noch einmal allen Einsatzkräften, den Mitarbeitenden der Stadt und allen weiteren Engagierten. Das war wirklich eine starke Gemeinschaftsleistung.
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Auch mein Treffen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) Baden-WĂźrttemberg in der Landesvertretung Baden-WĂźrttemberg hat noch einmal eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig unsere Strukturen im BevĂślkerungsschutz sind und wie entscheidend das ehrenamtliche Engagement in dem Bereich sind â gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen.
Mit dem Pakt fĂźr den BevĂślkerungsschutz investiert der Bund bis 2029 zehn Milliarden Euro in moderne Ausstattung, bessere Warn- und Kommunikationssysteme, starke THW-Standorte sowie eine verlässliche Trinkwasser- und Notstromversorgung. Gleichzeitig verbessern wir die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Am 6. Juni bin ich bei der GroĂĂźbung des THW in Baden beim THW Niefern-Ăschelbronn vor Ort und freue mich schon sehr auf den Austausch.
Sozialstaat modernisieren â Kindergeld einfacher auszahlen
Im Bundestag haben wir heute in erster Lesung ßber die automatische Auszahlung des Kindergeldes beraten. Unser Ziel ist ganz einfach: Der Staat soll den Menschen das Leben leichter machen. Gerade nach der Geburt eines Kindes gibt es genug zu tun. Da sollten Formulare und Anträge nicht zusätzlich belasten.
Mit dem antragslosen Kindergeld ab dem zweiten Kind gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung eines moderneren Sozialstaats, den Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas vorantreibt. Perspektivisch wollen wir die automatische Auszahlung bis Ende 2027 auf alle Kinder ausweiten. Wir bauen damit auf guten Erfahrungen auf â wie bei der Grundrente â und gehen konsequent weiter in Richtung eines Sozialstaats, der verlässlich, digital und unkompliziert funktioniert. Also ohne lange Anträge der BĂźrgerinnen und BĂźrger.
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Passend dazu lohnt sich ein Blick auf die neue Unterseite des Bundesarbeitsministerium fĂźr Arbeit und Soziales zur âModernisierung des Sozialstaatsâ. Dort werden die Arbeiten der BMAS-Reformwerkstatt gebĂźndelt dargestellt â von der Weiterentwicklung des Sozialstaats Ăźber die Verwaltungsmodernisierung bis hin zum Einsatz der Mittel aus dem SondervermĂśgen fĂźr die Digitalisierung der Verwaltung. Auch konkrete Projekte und Vorhaben werden vorgestellt:
https://www.bmas.de/DE/Soziales/Modernisierung-des-Sozialstaats/modernisierung-des-sozialstaats.html
Apotheken stärken â gute Versorgung vor Ort sichern
Der Bundestag hat heute die Reform der Apothekenversorgung beschlossen. Apotheken sind ein ganz wichtiger Teil unserer Gesundheitsversorgung vor Ort â gerade auch im ländlichen Raum. Uns war wichtig: Die Versorgung muss zuverlässig bleiben, Apotheken brauchen wirtschaftliche Stabilität und gleichzeitig sollen neue Angebote fĂźr Patientinnen und Patienten mĂśglich werden â etwa mehr Impfungen, Prävention und pharmazeutische Beratung. Gleichzeitig entlasten wir die Apotheken von BĂźrokratie und schaffen mehr Flexibilität im Alltag.
E-Mobilität bezahlbar machen
Auch die neue E-Auto-FĂśrderung ist diese Woche gestartet. Anträge kĂśnnen jetzt Ăźber die FĂśrderzentrale gestellt werden. Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch, aber sie muss fĂźr alle erreichbar sein â das war fĂźr uns als SPD-Bundestagsfraktion entscheidend. Viele E-Autos sind noch zu teuer, gerade fĂźr Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Mit einer BasisfĂśrderung von 3.000 Euro und bis zu 6.000 Euro fĂźr Haushalte mit geringerem Einkommen und mindestens zwei Kindern sorgen wir hier gezielt fĂźr Entlastung. Gleichzeitig stärken wir unsere Industrie und sichern Arbeitsplätze.
Neues Ehrenamt: Kuratoriumsvorsitzende des MĂźttergenesungswerkes â ein echtes Herzensanliegen
Ich freue mich sehr, dass ich gestern als neue Kuratoriumsvorsitzende des MĂźttergenesungswerkes gewählt wurde. Das ist mir ein Herzensanliegen. Gerade MĂźtter und pflegende AngehĂśrige leisten Unglaubliches im Alltag. Das MĂźttergenesungswerk ist seit Jahrzehnten ein starker Schutzschirm fĂźr diejenigen, die in unserer Gesellschaft eine groĂe Aufgabe stemmen â nämlich im Privaten als RĂźckgrat unserer Familien. Wer tagtäglich alles fĂźr andere gibt, kann irgendwann ausbrennen. Sorgearbeit, Beruf und Alltag dauerhaft unter einen Hut zu bekommen, hinterlässt auch Spuren an der eigenen Gesundheit. FĂźr mich ist klar: Gerade jene, die sich um andere kĂźmmern, brauchen unsere Solidarität â natĂźrlich unabhängig vom Geldbeutel. Das MĂźttergenesungswerk setzt sich seit Ăźber 75 Jahren intensiv fĂźr die Gesundheit von MĂźttern ein; seit 2013 wurden die Angebote auch auf Väter und pflegende AngehĂśrige ausgeweitet. Die Stiftung hilft MĂźttern und allen anderen, die Sorgearbeit leisten, individuell mit Beratungen, Kuren, Spenden und Nachsorge und setzt sich mit politischer und gesellschaftlicher Arbeit fĂźr gute Rahmenbedingungen und gesetzliche Regelungen fĂźr Sorgearbeitende ein.
Diese wichtige Arbeit mĂśchte ich mit voller Kraft unterstĂźtzen.
77 Jahre Grundgesetz â und der neue Ehrentag
Morgen feiern wir 77 Jahre Grundgesetz. 77 Jahre Freiheit, Frieden und Demokratie in Deutschland. Unser Grundgesetz ist das HerzstĂźck unseres Zusammenlebens und schĂźtzt unsere Freiheit, unsere Rechte und unsere WĂźrde. Zum ersten Mal findet auĂerdem der bundesweite âEhrentagâ statt, denn Demokratie lebt vor allem von Menschen, die sich einbringen, Verantwortung Ăźbernehmen und fĂźreinander da sind. DafĂźr ein herzliches DankeschĂśn an alle, die unsere Demokratie jeden Tag mit Leben fĂźllen.
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Ich wĂźnsche Dir ein schĂśnes, sonniges und erholsames Pfingstwochenende. Ich werde einige Tage in der Ortenau verbringen, dann in Pforzheim und dem Enzkreis unterwegs sein und das Wochenende danach neben dem Besuch beim THW Niefern, in Rastatt das absolut empfehlenswerte StraĂentheaterfestival TĂŞte-Ă -TĂŞte besuchen.Â
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Herzlichst,
Katja
đď¸ MdB Katja Mast
đ¸ Photothek Media Lab